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Freitagspredigt

Der gesegnete Monat Schaban

31. Januar 2025

Verehrte Muslime!

Mit dem heutigen Tag sind wir durch die Gnade und Gunst Allah Ta’ālās in den gesegneten Monat Schaban eingetreten. Es ist ein großes Glück, die Bedeutung dieser Tage, die an sich schon göttliche Geschenke sind, zu erkennen und sie mit Ibādāt zu verbringen.

Das Wort Schaban stammt von einer Wurzel ab, die „sich verzweigen, zerstreuen” bedeutet.

In einem Hadith Scharīf, überliefert von Hz. Anas (r.a.), fragt unser Prophet (s.a.w.): „Wisst ihr, warum dieser Monat Schaban genannt wird?” Die edlen Sahāba erwiderten: „Allah und Sein Gesandter wissen es am besten.” Daraufhin sagte er: „Der Grund warum dieser Monat Schaban genannt wird, ist wegen der Fülle des Hayr, der Güte, die in diesem Monat gewährt wird.” (Nuzhat al-Madschālis, Bāb Fadl Schaban)

Einige Freunde Allahs beschreiben den Schaban mit folgendem schönen Vergleich: „Die Welt besteht aus drei Tagen. Der erste war gestern, er ist vergangen und kommt nie wieder. Der zweite ist heute, der ein Schatz ist und von dem man profitieren muss. Der dritte ist das Morgen und besteht nur aus einer Hoffnung. Denn es ist nicht sicher, ob wir den Morgen erreichen werden oder nicht. So verhält es sich auch mit dem Schaban und den beiden anderen der drei Monate. Der heilige Monat Radschab ist vergangen, er kommt nicht wieder. Der gesegnete Ramadan steht noch an. Aber niemand weiß, wer ihn erreichen wird. Deshalb sollten wir den gesegneten Schaban, in dem wir uns befinden, schätzen und ihn mit Ibādāt und Gehorsam verbringen.”

Unsere Mutter Ummu Salama (r.a.) sagte: „Rasūlullāh (s.a.w.) hat in keinem Monat nach dem Ramadan mehr gefastet als im Schaban.” (Al-Gunya li-tālib al-haq, Bd. 1, S. 339)

Liebe Muslime!

Unsere Liebe und Verlangen nach dieser Welt halten uns leider davon ab, uns auf das Leben im Jenseits vorzubereiten, und lassen uns die Tatsache vergessen, dass der Sinn unseres Aufenthalts auf dieser Erde darin besteht, das Leben im Jenseits zu gewinnen. Diese Tage bieten uns die Gelegenheit, die Lücke zu füllen, die wir bisher in Bezug auf das Leben im Jenseits vernachlässigt haben, indem wir mit wenig Anstrengung viel spirituellen Gewinn erlangen.

Allah Ta’ālā ermahnt uns in einer Seiner Āyas wie folgt: „O die ihr glaubt, fürchtet Allah! Und eine jede Seele schaue, was sie für morgen vorausschickt. Fürchtet Allah! Wahrlich, Allah ist dessen allkundig, was ihr tut.“ (al-Haschr, 59:18)

Es gibt einen schönen Spruch, der den Gefährten unseres Propheten zugeschrieben wird. Er lautet: „Wenn ein Mensch stirbt, fragen die Leute, was er hinterlassen hat. Die Engel aber fragen, was er ins Jenseits geschickt hat.“ (Rūh al-bayān, al-Haschr, 59:18)

Unser Prophet (s.a.w.) sagte: „Wahrlich, in den Tagen eurer Zeit gibt es Geschenke von eurem Herrn. Stürzt euch auf diese Geschenke. Es ist zu hoffen, dass eines von diesen Geschenken euch erreicht und ihr werdet euch nie und nimmer ins Unglück stürzen.” (at-Tabarānī, Mughdscham al-kabīr, 2398)

Wir befinden uns derzeit in diesen Tagen!

Liebe Muslime!

Wie im heiligen Monat Radschab ist es auch in diesem Monat notwendig, neben den Pflichtgebeten auch den Nāfila-Gebeten große Bedeutung beizumessen, die 15. Nacht, die Barā’a-Nacht, zu begehen und mit viel Salawāt unseres Propheten (s.a.w.) zu gedenken. Denn dieser Monat ist unserem Propheten gewidmet.

Hört, was Allah Ta’ālā uns in der Sure al-Ahzāb befiehlt: „Wahrlich, Allah und seine Engel sprechen den Segen über den Propheten. O ihr, die ihr glaubt, sprecht den Segen über ihn und grüßt ihn mit dem gebührenden Gruß.” (Sure al-Ahzāb, 33:56)

Unser Prophet (s.a.w.) sagte in diesem Zusammnenhang in einem seiner edlen Hadithe: „Wer einmal für mich die Salawāt spricht, dem wird Allah, der Majestätische, zehnfach Gnade erweisen.” (Muslim, Salāt, 70)

Neben den Ibādāt, mit denen wir unsere Ergebenheit gegenüber Allah Ta’ālā zeigen, sollten wir auch Salawāt für unseren Propheten rezitieren, um zu zeigen, dass wir zu seiner wahren Umma gehören.

Tatsache ist „…dass dem Menschen nichts anderes zuteilwird, als das wonach er strebt.” (an-Nadschm, 53:39)

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